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Alexis Pauline Gumbs
Unertrunken. Was ich als Schwarze Feministin
von Meeressäugetieren lernte

»Gumbs’ fesselnde, liebevolle, genreübergreifende Umarmung der Meeressäugetiere und ihre Schilderung der Gefahren, der sie durch uns Menschen ausgesetzt sind, fordert uns auf, neu zu denken, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.«

Alexis De Veaux

»Unertrunken ist ein Geschenk, und seine Botschaft ist klar: Die Natur bietet Lösungen, wenn wir nur achtsam sind und zuhören.«

Dani McClain

Alexis Pauline Gumbs
Unertrunken. Was ich als Schwarze Feministin von Meeressäugetieren lernte

Originaltitel: Undrowned. Black Feminist Lessons from Marine Mammals
Aus dem Englischen von Daniela Seel
Mit einem Vorwort von adrienne maree brown
Rassismuskritische Beratung von Miriam Ibrahim
Covermotiv von Diana Ejaita
Covergestaltung von Naomi Baldauf
ca. 176 Seiten • Gebunden, geprägt
Format 14,5 x 20,5 cm
ca. € (D) 24,00 • ca. sFr 32,50 • ca. € (A) 24,70
ISBN 978-3-311-35007-1 • Auch als E-Book
WG 1 112 • 13. Oktober 2022

Das Gewässer, in dem das Ertrinken droht, ist der Atlan­tik, über den Millionen versklavter Afrikaner*innen nach Nordamerika verschleppt wurden. Und es ist das Erbe die­ser kollektiven Erfahrung.

Alexis Pauline Gumbs spricht von denjenigen, die ertranken – buchstäblich und metaphorisch –, denjeni­gen, die sagten »I can’t breathe«, und denjenigen, die trotz allem weiteratmeten. Auch heute weiteratmen, nichter­trinken.

Sie lädt dazu ein, eine neue Art des Atmens zu erler­nen. Als Mentor*innen stellt sie uns Wale, Delfine, Rob­ben, Walrosse und Seekühe vor. Denn wer könnte mehr über das Nichtertrinken wissen? In neunzehn Lektionen verwebt Alexis Pauline Gumbs auf poetische Weise natur­wissenschaftliche Beobachtungen mit Ansätzen und Er­kenntnissen des Black Feminism.

Sie fragt sich, wie die Echoortung unser Verständnis von visionärem Handeln beeinflussen kann, und betrach­tet die Methoden, mit denen sich Menschen und Meeres­säuger zunehmend bedrohlichen Umständen anpassen – oder anpassen könnten.

Leiten lässt sich Gumbs von der Liebe und der Be­wunderung für unsere aquatischen Verwandten, die es ihr erlauben, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen und von ih­nen zu lernen.

ALEXIS PAULINE GUMBS, geboren 1982, ist Poetin, Wissenschaftlerin, Aktivistin und Autorin der in Kürze erscheinenden Biographie The Eternal Life of Audre Lorde. Sie promovierte in den Fächern Anglistik, African and African American Studies und Women and Gender Studies an der Duke University in Durham, North Carolina, schrieb zahlreiche Bücher, darunter Undrowned. Black Feminist Lessons from Marine Mammals (2020), Dub. Finding Ceremony (2020) und Spill. Scenes of Black Feminist Fugitivity (2017), und ist Mitherausgeberin von Revolutionary Mothering. Love on the Front Lines (2016). Gumbs arbeitet als Redakteurin der Zeitschrift Feminist Studies und ist Mitbegründerin des Mobile Homecoming Trust.

© Sufia Ikbal-Doucet

DANIELA SEEL, geboren 1974, lebt als Dichterin, Übersetzerin und Verlegerin von kookbooks in Berlin. Für ihren Gedichtband ich kann diese stelle nicht wiederfinden (2011) erhielt sie u. a. den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis. Sie blickt auf zahlreiche internationale Auftritte und Kollaborationen zurück, u. a. mit dem Illustrator Andreas Töpfer, dem Tänzer David Bloom und den Musiker*innen Roland Dahinden und Hildegard Keeb.

adrienne maree brown, geboren 1978, ist Autorin, Doula, Aktivistin und Schwarze Feministin. Sie ist Writer in Residence am Emergent Strategy Ideation Institute und Autorin von Grievers (2021), Holding Change (2021), We Will Not Cancel Us and Other Dreams of Transformative Justice (2020) und Pleasure Activism (2019) und Mitherausgeberin von How to Get Stupid White Men Out of Office (2019) und Octavia's Brood (2015). Sie ist Co-Moderatorin der drei Podcasts How to Survive the End of the World, Octavia's Parables und Emergent Strategy. adrienne maree brown ist in Detroit verwurzelt.

MIRIAM IBRAHIM, geboren 1981, studierte Schauspiel, Theaterwissenschaft und Sozial-/Kulturanthropologie. Seit 2022 ist sie als Dramaturgin am Schauspielhaus Zürich tätig. Sie unterstützte das Lektorat von Unertrunken mit ihrem rassismuskritischen Blick.

DIANA EJAITA, geboren 1985, hat die Illustration für das Cover von Unertrunken gestaltet. Sie ist Textildesignerin und Künstlerin und lebt in Berlin und Lagos, Nigeria. Sie arbeitet als Illustratorin für Zeitungen und Magazine wie die New York Times, hat einige Cover für den New Yorker gestaltet und liebt es, für inspirierende Männer und Frauen, die jeden Tag einen kleinen Tropfen Schönheit in unsere Welt bringen, zu zeichnen.