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Deborah Levy
Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein

»In einem kurzen und raffinierten Buch nach dem anderen schreibt Deborah Levy über Figuren, die durch die Wirren der Geschichte und der Sexualität navigieren, und über die soziale und persönliche Entwurzelung, die mit beidem einhergeht.«

Atlantic

»Man kann darauf warten, dass irgendwann alles in Ordnung sein wird und man das Leben genießen kann. Oder man kann jetzt Deborah Levys Bücher lesen. Die Autorin schafft es wie kaum jemand, in ihren Texten die kleinen und großen Schönheiten des Lebens einzufangen.«

Nina Kunz & Simona Pfister, Das Magazin

Deborah Levy
Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein

Originaltitel: My Year in Paris with Gertrude Stein
Aus dem Englischen von Marion Hertle
Covermotiv von Leonora Carrington
Covergestaltung von Naomi Baldauf
ca. 128 Seiten • Gebunden
Format 14,5 x 20,5 cm
ca. (D) € 24,– • ca. sFr 33,50 • ca. (A) € 24,70
ISBN 978-3-311-35033-0  • Auch als E-Book
WG 1 112  • 15. Juli 2026

Die Erzählerin von Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein hat viel zu tun. Der Kater ihrer Freundin Eva ist verschwunden, und sie befürchtet, er könnte im Bewusstseinsstrom davongeschwommen sein. Ihre andere Freundin Fanny hat kaum Zeit für sie, denn sie arbeitet in der Finanzbranche und ist mit nicht weniger als drei Liebhaberinnen verstrickt. Und vor allem Gertrude Stein macht der Erzählerin das Leben schwer.

Sie versucht, einen Essay über Stein zu schreiben, aber das scheint ganz unmöglich zu sein. Sie weiß zu viel und gleichzeitig gar nichts über die wichtige Avantgarde-Denkerin des frühen 20. Jahrhunderts.

Was sie weiß, ist Folgendes: Gertrude Stein studierte Psychologie und Medizin, brach dann aber ihr Studium ab, kuratierte stattdessen in ihrer Mietwohnung in Paris moderne Kunst, die die Welt erschüttern sollte, Picasso, Matisse und Hemingway gingen bei ihr ein und aus, sie schrieb Romane, Theaterstücke und Gedichte, die inkohärent und brillant sind, und sie verliebte sich auf den ersten Blick in ihre spätere Frau Alice B. Toklas.

Aber so vieles weiß sie auch nicht. Und so versucht sie, herauszufinden, was wir verlieren müssen, um modern zu werden, wie wir mit Ängsten umgehen, mit Unsicherheit leben, mit deprimierenden Vätern, wie wir uns ein neues Leben in einem anderen Land aufbauen. Sie denkt nach über Kunst und Sprache und Freiheit – darüber, was all diese Dinge für Gertrude Stein in den Anfängen des 20. Jahrhunderts bedeutet haben und was sie für sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts bedeuten.

DEBORAH LEVY lässt literarische Formen verschwimmen, verbindet essayistische und lyrische Momente, autobiographisches und fiktionales Erzählen. Deborah Levy, geboren 1959, zog im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie von Südafrika nach Großbritannien. Ihre Romane Heim schwimmen, Heiße Milch und Der Mann, der alles sah waren für den Booker Prize nominiert. Für ihr dreiteiliges autobiographisches Projekt wurde sie mit dem Prix Femina étranger ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet in London und Paris.

© Benedikt Schnermann

Leonora Carrington, 1917–2011, war eine britisch-mexikanische Künstlerin, Schriftstellerin und eine der bedeutendsten Figuren des Surrealismus. Carrington arbeitete medienübergreifend – Malerei, Skulptur, Literatur und auch Textilkunst – und entwickelte dabei eine eigene Bildsprache, geprägt von Fantastischem, Mythologie und okkulter Symbolik. Ein wiederkehrendes Motiv in ihrem Werk sind Tierwesen. Sie erscheinen in Zeichnungen und Gemälden ebenso wie auf dem Wandteppich, der das Cover von Mein Jahr in Paris mit Gertrude Stein ziert.

Marion Hertle, geboren 1977, studierte in Erlangen und Nordirland Deutsche und Englische Literaturwissenschaft. Sie arbeitet als Lektorin und übersetzerin. Für AKI übersetzte sie bereits die Early-Levys: Landschaft verschluckt, Billy & Girl und Schöne Mutanten sowie Deborah Levys neusten Roman Augustblau und die Essaysammlung Die Position der Löffel. Sie lebt mit ihrer Familie in München.

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Deborah Levy
Ein Film von Ann Kathrin Doerig und Benedikt Schnermann