»Dieser Roman handelt von der Liebe, von der Kunst und vom inneren Wachstum, dabei bleibt er so lebensnah, als handelte er ein bisschen von uns allen. Trummer schafft es, existenzielle Themen in einer Sprache abzubilden, deren Flow die Lektüre zum Erlebnis macht. Die Figuren sind Helden mit Sorgen, Schwächen und viel Sehnsucht. Nichts wird beschönigt und gerade das macht den Roman besonders schön.«
Pedro Lenz
»Ein Musiker-Roman – Nein: ein Musik-Roman. Fein und klug und wehmütig wie ein Folksong. St. Brooklyn entwickelt eine Sogkraft, wie es sonst nur Musik schafft.«
Béla Rothenbühler

Christoph Trummer
St. Brooklyn
Covermotiv von Tom Solty
Covergestaltung von Marco Jann
ca. 224 Seiten • Gebunden mit Schutzumschlag
Format 12,5 x 20,5
ca. (D) € 25,– • ca. sFr 34,50 • ca. (A) € 25,70
ISBN 978-3-311-35030-9 • Auch als E-Book
WG 1 112 • 20. August 2026
Ein Schweizer Musiker reist im Februar 2006 mit seinem Gitarrenkoffer von Bern nach New York. Er will herausfinden, ob seine Lieder tragen, ob das englischsprachige Publikum ihn besser versteht. Ob es dort Menschen gibt, denen er seine Musik, seine Leidenschaft nicht erklären muss. Menschen, die ihn wirklich sehen.
Er taucht mitten hinein in die New Yorker Musikszene: Open Mics im Sidewalk Café, lange Nächte rauchend auf Flachdächern in Brooklyn, endlose Autofahrten im Tourbus hinaus aus der Stadt, Richtung Westen, Richtung Horizont. Er findet Zugehörigkeit, Freundschaft, musikalische Verwandtschaft. Doch die Nähe legt auch Brüche frei, und mit der Zeit erkennt er, dass er und seine neuen Bekannten aus ganz anderen Welten kommen: Er hat einen Schweizer Pass, etwas Geld auf der Seite, ein Rückflugticket. Angelina, Joey, Lee und Tom leben von Auftritt zu Auftritt, schlagen sich mit Gelegenheitsjobs durch, haben keine Krankenversicherung, kein Sicherheitsnetz, auf das sie zurückfallen könnten. Für sie steht weitaus mehr auf dem Spiel.
In dieser neuen Welt beginnt seine Fassade zu bröckeln. Die Künstlerpose, die ihn jahrelang geschützt hat, fällt von ihm ab. Um wirklich gesehen zu werden, muss er riskieren, sich zu zeigen. Und dann ist da plötzlich Ramona. Mit ihr fühlt es sich an, als würde er nach langem, tiefem Schlaf endlich die Augen öffnen.
Monate später sitzt er etwas ratlos mit Marie in seiner Küche in Bern und versucht, ihr schlüssig zu erzählen, was ihm passiert ist.
St. Brooklyn ist ein Roman über die Entbehrungen und Freuden eines Lebens für die Musik, über Zugehörigkeit und Fremdsein, über Wahrhaftigkeit, Ernüchterung und das Trotzdem. St. Brooklyn ist auch ein Roman über New York, wo man sein kann, wer man will. Wo man sich sogar einfach in Luft auflösen kann.