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Deborah Levy
Augustblau

»Deborah Levy ist eine der ganz Großen in meinem Regal, ihre Bücher sind ein Universum für mich. Bereichert um ganze Dimensionen, die sie mit nur wenigen wunderschönen Worten erschafft, gehe ich aus jedem Lesen verändert hervor und werde doch mehr ich. Dieser Roman klingt besonders in mir nach, wirbelt in mir, schwingt mit mir.«

Maria-Christina Piwowarski

»Man liest diesen Roman mit wachsender Zuneigung und wachsendem Staunen. Augustblau ist wie der zweite Name seiner Hauptfigur: ein miracle, ein Wunder. Jede seiner Seiten ist ein Kunstwerk. Ein unvergessliches Buch.«

Daniel Schreiber

Deborah Levy
Augustblau

Originaltitel: August Blue
Aus dem Englischen von Marion Hertle
Covermotiv von Shirana Shahbazi
Covergestaltung von Naomi Baldauf
176 Seiten • Gebunden, geprägt
Format 14,5 x 20,5 cm
ca. € (D) 24,00 • ca. sFr 33,00 • ca. € (A) 24,70
ISBN 978-3-311-35015-6 • Auch als E-Book
WG 1 112 • 27. Juli 2023 

Elsa M. Anderson ist eine berühmte Konzertpianistin. Doch als sie in Wien Rachmaninoffs 2. Klavierkonzert spielen soll, vermasselt sie es. Sie verlässt die Bühne, und ihre Identität als Wunderkind wird auf einen Schlag unstet. Drei Wochen später beobachtet sie auf einem Flohmarkt in Athen eine Frau, die zwei mechanische Tanzpferde kauft. Elsa fühlt sich auf sonderbare Weise mit der Unbekannten verbunden und hält sie für ihre Doppelgängerin. Sie beginnt die Frau zu suchen, mit ihr in Gedanken zu kommunizieren. Doch die Frau, nicht gewillt, sich widerstandslos zum Alter Ego machen zu lassen, läuft Elsa in den Straßen von Paris davon. Und so versucht Elsa mithilfe und trotz ihres Doubles, ihrer Mütter, ihres Adoptivvater-Klavierlehrers, ihrer Liebsten und Schüler*innen ein neues Ich zu komponieren, ihre eigene Geschichte zu spinnen.

»Vielleicht tust du es, sagte sie.
Vielleicht tue ich was?
Nach Zeichen suchen.
Nach was für Zeichen?
Nach Gründen zu leben.
Es war kein Flüstern.«

Deborah Levy, wie auch in ihrer bekannten living autobiography stets auf der Suche nach den »missing female characters«, entwirft in Augustblau widerspenstige und liebenswerte Figuren, die sich selbstbestimmt entziehen, um dann wieder aufzutauchen und ihre Geschichten selbst zu erzählen.

DEBORAH LEVY verbindet essayistische und lyrische Momente, autobiographisches und fiktionales Erzählen. Deborah Levy, geboren 1959, emigrierte im Alter von neun Jahren mit ihrer Familie aus Südafrika nach Großbritannien. Ihre Romane Heim schwimmen (2011), Heiße Milch (2016) und Der Mann, der alles sah (2019) waren für den Booker Prize nominiert. Für ihr dreiteiliges autobiographisches Projekt wurde sie mit dem Prix Femina Étranger ausgezeichnet. Sie lebt und arbeitet heute in London und Paris.

© Benedikt Schnermann

MARION HERTLE, geboren 1977, studierte in Erlangen und Nordirland Deutsche und Englische Literaturwissenschaft. Sie hat u. a. Patricia Highsmith übersetzt, freut sich aber auch immer, in die Welten zeitgenössischer angelsächsischer Autor*innen wie Tice Cin, Ned Beauman oder eben Deborah Levy einzutauchen – für AKI übersetzte sie bereits die beiden Early-Levys: Landschaft verschluckt (2021) und Schöne Mutanten (2022). Sie lebt mit ihrer Familie in München.

SHIRANA SHAHBAZI, geboren 1974 in Teheran, ist eine international renommierte Künstlerin und Fotografin. Das Cover von Augustblau zeigt ihre Fotoarbeit Horse, 2022. Ihr Werk verdeutlicht, dass Wahrnehmung ein aufwendiger Konstruktionsprozess ist, der die Wirklichkeit nie abbildet, sondern immer inszeniert. Shirana Shahbazi ist in den Sammlungen wichtiger Institutionen weltweit vertreten und wurde im Jahr 2019 mit dem Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet. Sie lebt in Zürich.

Im Film Language Can Make Your World a Better Place to Live von Ann Kathrin Doerig spricht Deborah Levy über ihr Schreiben und ihr Leben.